Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Denkmalschutz

Spuren einer Eisenzeitsiedlung gefunden

Nach ersten Sondierungsarbeiten des WNA in Zusammenarbeit mit dem Bayrischen Landesamt für Denkmalpflege verdichten sich die Hinweise auf Reste einer Siedlung aus der Eisenzeit (etwa 800 Jahre vor Christus).

Anfang März starteten die Baggerarbeiten an den für den Neubau vorgesehenen Flächen. Dabei wurden viele Pfostengruben, Stakenreihen (mehrere kleinere Löcher zum Anlegen von Zäunen) und zahlreiche Keramikfunde dokumentiert. Überwiegend wurden Pfostengruben ausgemacht, das sind Standspuren von Pfosten, die sich als dunkle Erdverfärbungen im anstehenden helleren Sandboden erhalten haben. Andere Befunde deuten auf Siedlungsgruben (Abfall-, Vorrats- oder Materialentnahmegruben) hin. Schon jetzt - das steht für die Experten des Bayrischen Landesamts für Denkmalspflege fest - kann mit hoher Wahrscheinlichkeit aus den archäologischen Funden geschlossen werden, dass sich im nördlichen Teil des Sondierungsbegiets eine Siedlung befunden hat.

Um die archäologischen Besonderheiten erkennen zu können, werden die oberen Bodenschichten mit einem Bagger vorsichtig abgetragen. Die freigelegten Flächen werden von den archäologischen Fachleuten begutachtet. Freigelegte Funde werden markiert, mit Nummern versehen und dokumentiert. Sichtbare Funde werden vorsichtig geborgen. So soll auch eine Schale, von der bisher nur einzelne Scherben gefunden wurden, vollständig ausgegraben werden.

Um eine solche Siedlung keinesfalls zu beschädigen, sondern zu finden und zu bewahren, wird die Suche bereits im Vorfeld der anstehenden Bauarbeiten durchgeführt. Mit diesen vorsorglichen Maßnahmen soll verhindert werden, dass ein archäologischer Fund erst in der Bauphase entdeckt und sich so der Bau in unvorhersehbarem Umfang verzögert.

Im Herbst wird die Sondierung der noch nicht freigelegten Flächen gezielt fortgesetzt.